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Erläuterungen zu den Darstellungen des Kirmeszuges
„In fief Daagen siett vie blank – von Asbi’eck büs no’m Vuoggelsang“
Startnummern 15 - 18
1. Standarte
2. Einzelgänger „ Die Kirmesplakette“
Das die Kirmesplakette nicht nur Tradition und eine Anstecknadel hat, sowie mit dem jeweiligen Motto der Gevelsberger Kirmes versehen ist; nein, sie kann sogar richtig lebendig sein. Das beweist in diesem Jahr der Einzelgänger Stefan.
3. Wagen „In fief Daagen siett vie blank – van Asbi’eck büs no’m Vuoggelsang“
So lautet, neben dem Hauptmotto der Gevelsberger Kirmes auch das Motto der Wagendarstellung der KG Vie ut Asbi’eck. Menschenmassen strömen von Asbeck und vom Vogelsang Richtung Schiebekirmes. Am Kirmestor angekommen, geht der Spaß auch schon los. Diverse Kirmesbuden sorgen für jede Menge Jubel, Trubel, Heiterkeit und die Asbi’ecker Schiffschaukel rundet das bunte Kirmestreiben ab. Das dabei kein Auge trocken bleibt und jede Menge Kirmestaler (Geld) drauf gehen, kann man den Kirmesbesuchern beim verlassen der Kirmes ansehen.
4. Fußgruppe „Die Waffen einer Frau“
Das die Waffen einer Frau nicht ohne sind, zeigt diese Darstellung. Jedoch sollte sich jeder in Acht nehmen, der diesen Waffen begegnet. Vor allem der eigene Ehemann, der mal wieder zu „spät“ kommt und nicht ganz „alleine“ ist.
„Berge“ „Wadde hadde du de da? In Berge ist Tier-Olympia“
Startnummern 20 - 22
1. Standarte
2. Trecker „Die olympischen Ringe“
Der Trecker der Kirmesgruppe Berge wird in diesem Jahr zur Einstimmung auf die Tier- Olympiade mit den traditionellen Olympischen Ringen versehen.
3. Wagen „Die Tier-Olympiade“
Auf den 2 Wagen werden die Berger darstellen, wie es sportlich bei „Ihrer“ Tier-Olympiade zugeht. Es werden die verschiedensten Sportwettkämpfe, wie z.B. Tennis, Radrennen, Ringen, Boxen usw., dargestellt. Um die Wagen herum treiben andere tierische Sportler ihr Unwesen. Sie rennen, springen und betätigen sich auch anderweitig, aber immer im Sinne des Sports, eben olympisch!
„Auch Dracula, weiß jetzt Bescheid – in Gevelsberg ist Kirmeszeit“
Startnummern 24 - 28
1. Standarte
2. Einzelgänger „Es hat sich gelohnt – schaut her ich bin geklont“
Wie es aussieht, wenn man sich klonen läßt, zeigt der Einzelgänger der Lusebrinker. Er wollte Mann sein und auch Frau, was dabei heraus kam, seht ihr hier ganz genau. 3. Fußgruppe „Die Fahrgemeinschaft“ Und kommt der Sprit auf 3 Mark 10, Scheiß egal, es wird schon gehen. Die Fußgruppe zeigt dem Publikum, wie es sein wird, wenn der Benzinpreis in unerschwingliche Höhen steigt. Dann muß man sein Auto, welches die Lusebrinker mit dabei haben, eben auch mal schieben. Hauptsache ist, das alle im Auto Platz haben und vor allem, daß man mit dem fahrbaren Untersatz unterwegs ist.
4. Wagen „Draculas Gäste“
Auf dem ersten Wagen befindet sich ein großer Pavillon, unter dem Draculas geladene und ungeladene Gäste tanzen. Und was tanzt man auf Draculas Fest; natürlich den Tanz der Vampire.
5. Wagen „Draculas Schloß“
Der zweite Wagen zeigt Draculas Schloß, auf dem der Hausherr sein Unwesen treibt. Seine finstere Gestalt wird immer wieder zu sehen sein, wenn er zu seinen Ausflügen über dem ca. 5,50 m hohen Schloß dahin schwebt.
„Ach du dickes Ei“
Startnummern 30 - 36
1. Standarte
2. Trecker „Das Küken-Nest“
Auf dem Trecker befindet sich ein großes Hühnernest, in dem „menschliche“ Küken sitzen.
3. Wagen „Das dicke Ei“
Auf dem ersten Wagen befindet sich das besagte, ca. 5 m große, dicke Ei. Aus dem Ei, welches gerade gekocht wird, schlüpft gerade ein Küken. Auch eine ca. 3 m große, mit Kinderspielbällen gefüllte und bewegliche Eieruhr befindet sich auf diesem Wagen. Hier wird sicherlich die Härte des gekochten Ei’s eingestellt, wenn nicht gerade wieder ein Küken schlüpft.
4. Wagen „DasRekordhuhn“
Ein Rekordhuhn zeigt die KG Dörnen auf diesem Wagen. Das Huhn legt unentwegt Eier. Da wollen wir doch mal sehen, welcher Gewichtsklasse diese Rekordhuhn-Eier zugeteilt werden können. Vielleicht wird auch der eine oder andere Zuschauer ein solches Ei zu Testzwecken ergattern können.
Auch um diese 2 Wagen herum wird so manches „Federvieh“ zu sehen sein.
5. Einzelgängerin „Maschendrahtzaun“
Wie uns aus den Medien bekannt ist, wurde der Streit um und am Maschendrahtzaun der Regina Zindler (alias Dagmar Kuhler) mit voller Leidenschaft geführt. Die Einzelgängerin wird uns im Kirmeszug zeigen, daß Sie auch hier in Gevelsberg für jeden Streit, den Sie am Straßenrand führen kann, zu haben ist.
6. Fußgruppe „Sex-Bomb“
Die Rassefrau, eben eine „Sex-Bomb“, kann so nicht frei herumlaufen. Deshalb versuchen Männer und Paparazzi, Sie einzufangen. Diese Sex-Bomb-Jäger versuchen dies mit allen möglichen Tricks und mit viel Raffinesse.
7. Kinder/Jugendgruppe „Dörnens Blagen sind der Hit, als Happy-Hippos komm’se mit“
Die kleinen blauen Nilpferde sind immer für eine lustige Überraschung gut. Ob mit Hüpfball, Skateboard oder anderen Mitteln und Gegenständen fetzen sie durch Gevelsberg's Straßen und zeigen den Zuschauern, was sie so drauf haben.
„Haufer Hitparade“
Startnummern 38 - 41
1. Standarte
2. Wagen „Bruttosozialprodukt“
Die Haufer Kirmesfreunde zeigen auf ihrem ersten Wagen eine Babyproduktion am laufenden Meter. Diese Babys werden auf schnellste Art und Weise groß gezogen, um dann die Arbeit aufzunehmen. Als fertige Arbeiter sind sie dann als „Kalle mit der Kelle“ zu sehen.
3. Wagen „Der Mann im Mond“
Auf diesem Wagen ist zu sehen, daß der Mann im Mond von den Erdbewohnern nicht mehr verschont bleibt. Seine Ruhe ist vorbei. Die Menschen versuchen mit einer großen Rakete und andern Mitteln, das Reich des Mannes im Mond zu erobern. Auf der Straße wird die Gesamtdarstellung dann noch durch einige gespielte Hit’s abgerundet. Gezeigt wird z.B. „Mit Pfefferminz bin ich der Prinz“, „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ und natürlich „Die Wanne ist voll“.
4. Kinder/Jugendgruppe „Haufer Puppenkiste“
Die Haufer Kinder zeigen eine Parade von vielen bekannten Fernsehdarstellern. Zuerst kommt ein Wagen mit der Puppe darauf. Dem folgen dann u.a. Pippi Langstrumpf, Jim Knopf und Micky Maus. Wir lassen uns überraschen, wer da noch so alles bei der „Haufer Puppenkiste“ mit von der Partie ist.
„Klonen ist beschissen, das Geld ist rausgeschmissen“
Startnummern 43 - 47
1. Standarte
2. Wagen „Die Testpersonen“
Die Darstellung soll eine humorvolle Parodie zum Thema Gentechnik sein. Es wird auf zwei Wagen versucht, das Treiben im und um ein Genlabor darzustellen Auf dem ersten Wagen befinden sich Käfige, in denen sich Testpersonen befinden, die nacheinander auf den zweiten Wagen geholt werden, um dort nach allen Regeln der Kunst mit Genen behandelt zu werden.
3. Wagen „Das Genlabor“
Was passiert alles in einem Genlabor? Ärzte und Techniker behandeln die Versuchspersonen so mit Genen, das die verrücktesten Figuren heraus kommen. Es entstehen Figuren mit zwei Köpfen, zwei Nasen, Hörnern, Rüssel und vielem mehr. Diese Verwandlung geschied in einem Labor, welches mit modernen Geräten der Gentechnik ausgerüstet ist. Die Behandlung im Labor wird mit vielen Gag`s belebt. (Licht, Rauch, elektrischen und optischen Effekten. Um dieses dem Publikum alles nahe zu bringen, befindet sich am Ende des Wagens eine Rutsche, auf der die Testpersonen ins Publikum rutschen, um dort ihr Unwesen zu treiben.
4. Einzelgänger „WDR Love Parade“
Der Einzelgänger versucht den WDR 4 Musiksender auf die Schüppe zu nehmen. In Bayerntracht und mit einem Pferdewagen versucht er das Publikum mit Tanz und viel Humor einzubeziehen.
5. Fußgruppe „Unser Gang an die Börse“
Drei Broker (Spekulanten an der Börse) haben die Kurse fest im Griff und lauern dem Dachs auf. Dieser bewohnt die Börse, die in Form eines eckigen Handelstisches dargestellt wird. Mal sehen, was dem so entspringt. Die drei Broker verteilen unterwegs KG-Schnellmark-Aktien und versuchen möglichst viele neue Kunden zu gewinnen. Denn Geld regiert die Welt! VII. Kirmesgruppe „Börkey“ „Vie huolt dän Dom ut Kölle““
Startnummern 49 - 54
1. Standarte
2. Fußgruppe „Der Börkey blüht auf“
Am Börkey drohten die Blumen einzugehen, da eine derbe Trockenheit (wegen Kneipenmangel) herrschte. Doch diese Zeiten sind vorbei. Endlich ist wieder eine neue Kneipe da und die Zeit der Bierknappheit ist vorbei. Nach einer erfrischenden „Börkey-Bier Dusche erwachen die Blumen auf dem Börkey zu neuem Leben und blühen auf. Die Idee 750 Jahre steht der Dom in Köln. Unzählige Rosenmontagszüge hat er schon gesehen. Es wird Zeit, das der Dom einmal sieht, wie die Gevelsberger Kirmes feiern. Dazu ist es nötig, den Dom nach Gevelsberg zu holen. Eine Persiflage auf den sicherlich guten Kölner Karneval – ohne Prinz, Bauer und Jungfrau, rot-, grün-, oder blauweiße Funken. Dafür mit dem Hammerschmied, Tante Anna und der Blaukittelgarde vom Börkey. Ein Spaß, den selbst eingefleischte Kölner verstehen.
3. Trecker “Die Kölner und Gevelsberger Originale“
Die Treckerverkleidung wird frontseitig mit dem Motto „Vie huolt dän Dom ut Kölle“ versehen. Die Seitenverkleidung besteht aus einer Bruchsteinmauer (wie die alte Kirmesmauer), wo die Kölner Originale und die Gevelsberger Kirmesprominenz (Tünnes u. Schäl, Millowitsch, Schlieper, Hückinghaus etc.) eingelassen werden. Tatkräftig unterstützen die Kölner Heinzelmännchen die Bemühungen der Börkeyer, den Dom nach Gevelsberg zu holen.
4. Wagen „Der Dom“
Auf dem ersten Wagen wird der Dom dargestellt. Die Türme des Doms sind beweglich und schunkeln im Takt der Musik. Als Lied greifen die Börkeyer zurück auf die Melodie der Bläck Föös, jedoch legen sie einen eigenen Text auf die Musik. Das Fußvolk um den Dom Touristen kommen aus aller Welt. Japaner, Amerikaner, Afrikaner, Chinesen, Russen, Eskimos, Holländer, Araber usw. Ein buntes Volk von Besuchern bestaunen den Dom und halten eine Fotosession nach der anderen ab.
5. Garde „Die Blaukittelgarde“
Hinter dem Dom marschiert die Börkeyer Blaukittelgarde. Ausgerüstet mit Holzgewehren samt Blumen und Pappnasen im Gesicht runden sie die Darstellung ab und kündigen den Prunkwagen an. Mittels einer Kanone lassen die Blaukittel Konfetti regnen.
6. Wagen „Der Prunkwagen“
Der Prunkwagen macht seinem Namen alle Ehre. Hoch in der Luft thronen Hammerschmied und Tante Anna und bringen die „Kirmesnarren“ in Stimmung. Übergroße Kamellen und große Blumengebinde schmücken den Wagen. Auf den vorderen Ecken sind zwei stolze springende Hippen zu sehen.
„Der Strückerberg steht Kopp – Hippendorf fährt Bob““
Startnummern 64 - 70
1. Standarte
2. Einzelgänger „Mich laust der Affe“
Der Einzelgänger hat einen neuen Freund und der läßt ihn nicht mehr weg.
3. Kindergruppe „In fief Daagen siett vie blank……“
Da haben die Kinder monatelang für die Kirmes gespart und so manchen „Taler“ Kirmesgeld zugesteckt bekommen – und dann…. Die Kinder zeigen, wie es zugeht, wenn das Kirmesgeld von Tag zu Tag abnimmt.
4. Frauengruppe „Sind wir von der Kirmes blank, machen wir das Sparschwein schlank“
Die Frauen der Hippendörfer, die selbst das Geld darstellen (in Form von angenähten Talern) befinden sich im großen Sparschwein. Wenn sich dann die Kirmes dem Ende zuneigt, muß natürlich noch Geld her. Woher nehmen? Da bleibt nur das Sparschwein, welches mühsam gefüllt wurde. Also wird das Sparschwein schlank gemacht, indem sich die Taler (Frauen) aus dem Schwein entfernen, um auf der Kirmes und natürlich auch danach das mühevoll ersparte Geld wieder auszugeben.
5. Zugmaschine „Die Kufenguru’s“
Auf der Zugmaschine sind die Kufenguru’s am Werk. Hier wird gezeigt, wie ein Bob für das große Rennen im Hippendörfer Eiskanal fit gemacht wird.
6. Wagen „Die Bobbahn – Das Rennen“
Unsere Großeltern und Eltern rodelten dort, wo es heute nicht möglich ist, am Strückerberg. Es ging die jetzige Elberfelder Straße hinab bis in die heutige Mittelstraße. Die Hippendörfer planen schon jetzt für die Zeit nach der Abbindung des Dorfes. Dann soll hier eine Bobbahn entstehen. Und wenn dann von den großen Bahnen gesprochen wird, dann heißt es: Königsee, St. Moritz, Winterberg, Altenberg, Hippendorf (Gevelsberg)!
7. Fußgruppe „Im Hippendorf ist man nicht doof, macht Urlaub auf dem Bauernhof!“
Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Domenikanische Republik – nichts für Hippendörfer! Denn die machen bodenständigen Urlaub – auf dem Bauernhof – und „all inclusive!“
„Die Geisterstadt mahnt groß und klein, bringt Leben in die City rein“
Startnummern 72 - 75
1. Standarte
2. Kinder/Jugendgruppe „Brumse’s Tele-Tubbies““
Endlich ist es soweit: Eine Kindergruppe der KG Pinass Brumse sorgt beim Kirmeszug für Stimmung am Straßenrand – sicherlich vor allem bei den kleinen Zuschauerinnen und Zuschauern. Denn als Thema wählte die bunte Schar die „Tele-Tubbies“, die sicher jedem Kind bekannt sind. Dipsy, Tinky-Winky, Lala und Po jeder „Tubbie“ wird am Kirmessonntag 2000 gleich mehrfach in originalgetreuer Kostümierung, gefertigt in der hauseigenen Pinass-Brumse-Schneiderei, vorhanden sein. Auf ihrem Weg Richtung Timpen führen die Brumse-Kids den Berg mit sich, auf dem sich ihr Leben im Fernsehen abspielt. Auch Staubsauger „No-No“ ist natürlich mit von der Partie. Die Pinass Brumse wünscht viel Vergnügen mit der künftigen Kirmeswagenbauer-Generation!
3. Einzelgänger „Kalle allein zuhaus“
Was macht eigentlich Karl-Heinz Tillert, der bewährte Brumse-Einzelgänger, wenn mal gerade nicht die Arbeit ruft oder „Kiärmis“ ist im „Dorpe?“ Zumindest dann, wenn Frau und Kind mal nicht mit ihm beschäftigt sind, ist er, der Mustergatte, gelegentlich „allein zuhaus.“ Womit die eingangs gestellte Frage noch nicht beantwortet wäre. Denn wir wollten ja nicht wissen, wo Kalle ist (das sagt das Motto ja schon), sondern was er so treibt, der fleißige Gelegenheitshausmann. Essen kochen, Fenster putzen, Wäsche waschen – jetzt kann Kalle zeigen, was in ihm steckt. Ja, er könnte, wenn er denn wollte – denn leider gehören zum Tillert’schen Haushalt auch Kanapee, Video und Farb-TV. Und wozu hat Kalle die Kohle für die Dinge, die das Leben angenehmer machen, zuhause abgeliefert, wenn nicht dazu, diese auch mal benutzen zu dürfen? „Allein zuhaus“ – das ist Kalles Chance. Das Wohnzimmer wird zum Reich des Brumse-Einzelgängers, und das bißchen Haushalt läuft nebenher.
4. Wagen „Die Geisterstadt mahnt groß und klein, bringt Leben in die City rein“
Stirbt die Mittelstraße? Manches Ladenlokal sucht nicht erst seit heute einen neuen Pächter, und die Gefahr droht, daß weitere Einzelhändler „dicht machen“ müssen und noch mehr leere Schaufenster in der Gevelsberger Innenstadt zu finden sind. Wie diese Situation zu verbessern ist, darüber machen sich viele Bürgerinnen und Bürger ihre Gedanken. Da sind die Gevelsberger Werbegemeinschaft, die mit City-Marketing und Veranstaltungen die Stadt attraktiver machen will, die Zukunftsschmiede Gevelsberg,“ die Überlegungen zur Gestaltung der bald verkehrsberuhigten Innenstadt anstellt, und natürlich Stadtverwaltung und Politiker, die nicht erst seit dem Gutachten der GMA Zukunftsvisionen entwickeln. Genau das tut auch die Pinass Brumse mit ihrem Kirmeswagen 2000. Nur wenige Ladenlokale sind noch geöffnet in der weitgehend originalgetreuen (Mittel) Straßenzeile, welche die älteste der Gevelsberger Kirmesgruppen auf ihrem Hänger entstehen läßt. Staub, Spinnweben und quitschende Türen sorgen für das „Geisterstadt“-Flair, in dem vereinzelte Passanten versuchen, ihre Einkäufe zu erledigen. Dort, wo es noch etwas zu kaufen gibt, ist das Warensortiment konkurrenzlos – lassen Sie sich überraschen, liebe Kirmesfreunde am Straßenrand, welche Angebote Ihnen alteingesessene Geschäftsleute am Kirmessonntag machen. Nur so viel vorab: Es wird nicht nur der Kopf barbiert (was auch immer das jetzt heißen mag). Leider ist auch in diesem Ladenlokalen um Punkt halb sieben Schluß: Die Bürgersteige werden hochgeklappt (was nicht sprichwörtlich gemeint ist) und das Nachtleben beginnt (zumindest für die possierlichen Bewohner des städtischen Entwässerungssystems). Was könnte man verbessern an der Einkaufssituation in Gevelsberg? Vorneweg fährt ein „dicker Schlitten“ mit netten Go-Go-Girls, die für rechte Einkaufsstimmung sorgen. Musik ist natürlich auch in der Stadt: „Wann wird’s mal endlich wieder etwas bunter?“ fragt frei nach Rudi Carell die Pinass Brumse in ihrem eigens komponierten Werbesong, vorgetragen von einem bekannten Gevelsberger Gastsolisten, zu Musik der Band „Treibsand“. Kurze Wege und kostenlose Parkplätze sind das große „Plus“ an der Iämpestroate“. Dies gilt es, werbewirksam zu verkaufen – darum folgt viel einkaufendes Volk dem Kirmeswagen 2000. Während die Kunden der auswärtigen Einkaufszentren dabei unter Staus, Zeitmangel und Transportproblemen zu leiden haben, beschwingt ein Einkauf in der Gevelsberger City die Kunden derart, daß die Einkaufswagen fast von selbst in Richtung Timpen rollen – und Zeit für ein Schwätzchen bleibt auch noch. Un nu es Schluss un dä Brumse sagt „Tschüss“ – büs 2001! … un in twee Daagen siett vie blank!
„50 Jahre sind ein Hit, wir schwimmen weiter mit“
Startnummern 77 – 82
1. Standarte
2. Trecker „Die Glückwunschkarte“
Der erste, überbaute Traktor stellt eine große Glückwunschkarte dar, auf der die anderen Kirmesgruppen den Aechter de Biecke zu ihrem 50. Geburtstag gratulieren.
3. Trecker „Der Schwimmer“
Ein geschmücktes Zugfahrzeug, auf dem u.a. ein großer Schwimmer zu sehen ist.
4. Wagen „Das Strandbad gestern und heute“
Die KG Aechter de Biecke zeigt die Darstellung von 1950 und erinnert somit an das gute alte Strandbad, wie es viele Gevelsberger kennen und geliebt haben. Im Gegensatz dazu, zeigt die zweite Hälfte des Wagens unser heutiges Gevelsberger Freizeit- und Spassbad. Nostalgisches trifft auf Modernes. Frühere Badefreuden werden mit heutigem Freizeitverhalten verglichen. All dieses zeigt die KG Aechter de Biecke in humoristischer Art, mit dem Zweck, daß es sich zu jeder Epoche gelohnt hat, unser Gevelsberger Strandbad, mit Kind und Kegel, zu besuchen.
5. Kinder/Jugendgruppe „Kinderspiele im Wandel der Zeit“
Die Kindergruppe der KG zeigt, wie die Kinder früher gespielt haben und heute spielen. Unterschiede in Kleidung und Spielverhalten werden deutlich und man fragt sich, ob Kinder heute noch spielen können.
6. Einzelgänger „Kostet 5 DM der Liter Sprit, ich fahre trotzdem mit“
Der Einzelgänger der Aechter de Biecke stellt die Problematik der stetig steigenden Benzinpreise dar.
„Das große Krabbeln“
Startnummern 84 – 87
1. Standarte
Einleitung zur Wagendarstellung: Auch in der Welt der Käfer und Insekten gibt es oft die gleichen Probleme wie bei den Menschen. Die einen sind „groß und gefräßig“ und die anderen sind „klein und ängstlich“, aber oft beweisen die Ängstlichen auch Mut. In der Darstellung der KG Vie vam Kopp, „Das grosse Krabbeln“, wird man diesen Mut der Kleinen bewundern können. Als nämlich das fleißige Ameisenvolk von Grashüpfern dazu gedrängt wird, für sie Futter zu sammeln, fühlen sich die Ameisen ausgenutzt. Und obwohl sie vor den „Hoppern“ große Angst haben, sehen die Ameisen nicht ein, für diese „Hopper“ Körner zu sammeln. Da hatten sie eine mutige Idee. Gemeinsam mit anderen Käfern und Insekten bauten die Ameisen einen großen Vogel und lebten in Hoffnung damit, die gefräßigen Grashüpfer in die Flucht zu schlagen. Ob dieser Mut belohnt wurde? Lassen Sie sich überraschen.
2. Zugmaschine „Der Hopper“
Auf dem Zugfahrzeug sitzt der große „HOPPER“, nur alleine durch seine Erscheinung bekommt das kleine Ameisenvolk schon das kalte Grauen.
3. Wagen „Das grosse Krabbeln“
Auf dem 1. Wagen zeigt sich, „das grosse Krabbeln“ in Aktion. In der Mitte des Wagens steigt ein großer Vogel, den die Ameisen als Schutz gegen die „Hopper“ gebaut haben, in die Luft. Er wird von der Ameise „Flip“, die oben auf dem Vogel sitzt, gesteuert. Dem Vogel gegenüber springt ein „Hopper“ von einem Felsen auf und nieder, um dem Vogel zu entfliehen. Am Ende des Wagens hängt ein großes Spinnennetz mit einer dicken Spinne. Direkt davor steht die Ameisenkönigin mit ihren Freunden. Sie suchen hinter dem „Vogel“ Schutz.
4. Wagen „Der Futterhaufen“
Der 2. Wagen zeigt den Futterhaufen, den die Ameisen mit Körnern, für die gefräßigen „Hopper“ gestapelt haben. Aber die „Hopper“ wollen immer mehr Körner. Deshalb haben die Ameisen Blätter an den Haufen gelehnt, um noch mehr Futter oben auf den Stapel zu legen. Hinter dem Wagen sieht man, wie das „Ameisenvolk“ von den „Hoppern“ zum Körner sammeln gedrängt wird, weitere Käfer und Insekten versuchen das Treiben der „Hopper“ zu stören, und beweisen dabei viel Mut. Die Besucher des Kirmeszuges dürfen sich auf ein buntes „Krabbeln“ freuen.
„Rittertag auf Gut Rocholz“
Startnummern 89 – 91 1. Standarte
2. Wagen Das Torgebäude von Gut Rocholz“
Für die Wagendarstellung werden beide Wagen hintereinander gekuppelt und durch eine Brücke miteinander verbunden. Auf dem vorderen Wagen wird das seitenverkehrte Torgebäude von Gut Rocholz aufgebaut. Daran anschließend kommt der Gelagebereich mit erhöht sitzendem König und Burgfräulein, der Bedienung sowie zwei ungehobelten Gästen. In diesem Bereich wird sich auch der Hofnarr aufhalten.
3. Wagen „Das Herrenhaus“
Im Anschluß an die Verbindungsbrücke wird ein Koch seinen Grill aufbauen, auf dem auf „offenem Feuer“ ein Schwein gebraten wird. Dann folgen zur Belebung Personen, die damals überall da anzutreffen waren, wo etwas los war – wie Korbflechter, Lautenspieler, evtl. Trommler. Als Schluß der Darstellung wird das Herrenhaus von Gut Rocholz mit der Brücke über den Wassergraben nachgebaut.
„Dä Tunnelbau dat is dä Hit, jetz krosen schon dä Twerge met!“
Startnummern 93 – 97
1. Standarte
2. Einzelgänger „Das letzte Pferd im Kirmeszug“
Der „Neue“ Einzelgänger der KG Mühlenhämmer e.V. stellt die Uhr zurück, und erinnert sich an die Zeit, in denen Pferde den Gevelsberger Kirmeszug noch bereicherten. Aus diesem Grunde hat er sich ein Pferd zugelegt. Das sein Pferd einige kleinere Tücken hat, versteht sich natürlich von selbst, aber durch grazile Körperbewegungen des Reiters ist es möglich, diese Tücken in Dressurreitermanier nahezu perfekt auszumerzen.
3. Kinder/Jugendgruppe „Das Sandmännchen wird 40 Jahre alt“
Zum 40. Jubiläum des Sandmännchens stellen die Kinder der Kirmesgruppe Mühlenhämmer e.V. das Sandmännchen im Kirmeszug dar. Man wird während des Gevelsberger Kirmeszuges 2000 nicht nur das traditionelle Sandmännchen mit Spitzbart und roter Mütze sehen, sondern auch das Sandmännchen in verschiedenen Berufen. Wie in den allseits bekannten Geschichten, die wir alle aus dem Fernsehen kennen, tritt das Sandmännchen als Arzt, Polizist, Feuerwehrmann, Lokomotivführer etc. auf.
4. Frauengruppe „Gevelsberger Tabledance“
Die Frauen der KG Mühlenhämmer e.V. zeigen den Gevelsberger Tabledance zur Schlafenzeit. Ein internationales Top-Model wurde eingeflogen, das hinter einem großen Vorhang tanzt. Man darf gespannt sein, ob der Vorhang das einzige ist, was fällt….
5. Wagen „Dä Tunnelbau dat is dä Hit, jetz krosen schon dä Twerge met“.
Vör longer, longer Tiet…. torterte dä Stadtbaurat uöwer ne Verkehrsberuhigung dä Innenstadt – een Tunnel maut her. Im niggen Joardosend stot man kuort vör dä Ümsettung dät Wunsches. Doch em innern dä niggen Stroate em Tunnel arbeen fletig schon dä Tunneltwerge. Met vüörl Elan un ner guorden Stimmung mäkt man sich alt Twerg daran, dä Tunnelbau to verwirklichen. Met enem früörndlichen Lied op dä Lippen krosen dä Twerge inne Erde rüm un singen „Hei-Ho, Hei-Ho“ und sit froh.
Dat es et füör düett Joahr!